Schimpansen in Gefahr
Brandrodung
Eine der größten Bedrohungen, der sich die Schimpansen Afrikas heute gegenüber sehen, ist der Verlust ihrer Lebensraumes, des afrikanischen Regenwaldes.
Es werden viele Hektar Wald durch Brandrodung vernichtet, um Platz für Felder zu schaffen, auf denen die Bauern Getreide und andere Feldfrüchte anbauen. Wenn der Boden dann ausgelaugt ist und das Getreide nicht mehr wächst, ziehen sie weiter. Doch ist der Wald erst einmal vernichtet, haben die Schimpansen keinen Raum zum Leben mehr. Sie müssen entweder selbst weiterziehen oder sterben.
Wilderei
Das Busch- und Waldland Afrikas wird auch "Busch" (engl. bush) genannt und Tiere, die dort zu Nahrungszwecken getötet werden, bezeichnet man als "Bushmeat" (Buschfleisch). Alle im Wald lebenden Tiere, von Ratten über Schlangen bis hin zu Schimpansen, Gorillas und Elefanten, werden ihres Fleisches wegen gejagt. In den meisten Gebieten Afrikas ist die Jagd auf Bushmeat illegal, doch konnten Verbote das Töten nicht stoppen. Die Wilderei ist die unmittelbarste Bedrohung für das Überleben der Schimpansen in der Wildnis Afrikas.
Abholzung & Krankheiten
Die Schimpansen können ohne den Dschungel Afrikas nicht existieren. Die afrikanische Holzindustrie vernichtet unaufhörlich immer mehr Wald, wodurch Lebensraum von Schimpansen verloren geht.
Da die begehrten Bäume nicht in Gruppen, sondern im Wald verstreut stehen, müssen die Holzfirmen ständig neue Schneisen in den Wald schlagen, um an die Bäume zu gelangen. Das Problem daran ist, dass diese Schneisen oder Wege dann von Jägern genutzt werden, die wildlebende Tiere töten und deren Fleisch verkaufen.
Zusätzlich werden durch die Abholzung menschliche Krankheiten auf Schimpansenpopulationen übertragen, die vorher keinen Kontakt zu Menschen hatten. Und auch in der Gegenrichtung kommt es zur Übertragung von Krankheiten. Der Kontakt zu vorher unberührten Populationen setzt die Menschen vollkommen neuen Krankheiten aus.